Zurück zur Übersicht
Rubrik:
Pferdegesundheit
Schlagwörter

Homöopathie Doping Dopingrelevant



Mögliche Indikationen für eine homöopathische Behandlung im Pferdesport – Grundlagen

Welche erlaubten Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Veröffentlicht am 15.07.2018 / Zuletzt aktualisiert am 15.07.2018

Adäquate Behandlung und Dopingkonformität

Das Thema ist ja vor dem Hintergrund der geltenden Doping- und Medikationsregelungen sehr aktuell. Tierärzte und Reiter sind in dem Dilemma das Turnierpferd bei Erkrankung adäquat zu behandeln, bzw. behandeln zu lassen, um einerseits der Gesundheit des Pferdes gerecht zu werden, andererseits aber die geltenden Bestimmungen nicht zu verletzen.

Im Wettkampf selber können die Pferde nur sehr eingeschränkt behandelt werden. Auch bei den Tierärzten besteht eine große Unsicherheit hinsichtlich der Nachweiszeiten von Medikamenten, da sich die Dopinganalytik stetig weiterentwickelt und der Nachweis u.a. auch abhängig von der Applikationsart und der Menge des verabreichten Medikamentes ist, die Nachweiszeit also nicht verlässlich pauschal vorhergesagt werden kann. Nach Aussage von Dr. Marc Machnik vom Zentrum für präventive Dopingforschung an der Deutschen Sporthochschule und hier verantwortlich für die Pferdeabteilung, wird die Mehrheit der positiven Dopingproben durch Entzündungshemmer und Kortison verursacht, was eindeutig für eine falsche Einschätzung der Nachweiszeit spricht. Hier kann die Homöopathie wirksam unterstützen. Da homöopathische Arzneien ab der Potenz D7 ADMR konform sind, ist eine Behandlung jederzeit möglich.

Grundsatz "Fit to Compete"

Grundsätzlich muss allerdings gelten, dass das Pferd auch prinzipiell nach Abklingen akuter Beschwerden „fit to compete“ und damit einsatzfähig ist. Bevor wir uns Beispielen aus dem Sport zuwenden, möchte ich einige wenige Grundsätze der klassischen Homöopathie voranstellen.

Prinzip "Ähnliches durch Ähnliches heilen"

Hahnemann begründete das Ähnlichkeitsgesetz, das er auf die Formel brachte „Similia similibus curentur“ = „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“. Es geht in der Homöopathie also darum, diejenige Arznei auszuwählen, die dem individuellen Krankheitsgeschehen am ähnlichsten ist. Die Arznei muss demnach zur Art und Dynamik der Erkrankung und den dazugehörigen spezifischen Verhaltenssymptomen des Pferdes passen. Das bedeutet, die Erkrankung in einem ganzheitlichen Rahmen zu betrachten und sich auf den individuellen Patienten mit den gezeigten Symptomen zu konzentrieren und nicht ausschließlich auf die diagnostizierte Krankheit. Aus diesen Gründen kann es in der Homöopathie keine standardisierten Verschreibungen für bestimmte Krankheiten und Verletzungen geben.

Weitere Informationen unter: www.kleemann-tierheilpraxis.de

Anmerkung der Redaktion: Eine Liste von verbotenen und erlaubten Substanzen im Turniersport der FN findet man hier.

 

 

Verwandte Produkte

Schlagwörter: Homöopathie Doping Dopingrelevant

Diesen Beitrag teilen auf...

Kommentare

comments powered by Disqus

Expertenteam

Ralf Döringshoff
  • Besamungstechniker für Pferde
  • Pferdewirtschaftsmeister Zucht+Haltung
  • Trainer Leistungssport (mit Lütke-Westhues-Auszeichnung)
  • Osteopath und Physiotherapeut f. Pferde n. Welter-Böller
Dr. Kathrin Irgang
  • Veterinärmedizin
  • Ernährungsberatung Kleintiere
  • Führt eine Ernährungsberatungspraxis für Pferde, Hunde und Katzen