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Rubrik:
Haut & Fell
Autor:

Diana Zarrouk



Was sind Hungerhaare?

Manche Pferde erinnern von der Fellstruktur besonders im Frühjahrsfellwechsel ein wenig einem Rauhhaardackel. Besitzer sollten Hungerhaare ernst nehmen.

Veröffentlicht am 10.01.2017 / Zuletzt aktualisiert am 28.01.2017

Hungernhaare nennt man allgemein lange starke Haare, die sich vor allem im unteren Körperbereich (Ganasche, Brust, Bauch, Unterhals, Beine) ansammeln. Sie unterscheiden sich vom Winterfell darin, dass sie im Vergleich vereinzelt nebeneinander stehen und somit nicht dicht sind. Hungerhaare sollen den Körper zusätzlich schützen.

Hauptsächlich sind sie im Wechsel vom Winterfell zum Sommerfell zu erkennen. Wenn das Winterfell bereits verschwunden ist, stehen Hungerhaare noch „über“. Sie sind nicht flauschig, sondern hart und strohig.

Hungerhaare werden so genannt, da sie ein Indiz für Mangelerscheinungen sind. Fehlen dem Pferdekörper wesentliche Spurenelemente, sind Organe, wie zum Beispiel die Leber, geschädigt oder liegen Stoffwechselerkrankungen vor, können vor allem Hungerhaare frühzeitige Hinweise darauf sein. Es bedeutet also nicht, dass ein Pferd Hunger in diesem Sinne hat, wenn es Hungerhaare aufweist. 

von Diana Zarrouk

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Expertenteam

Ralf Döringshoff
  • Besamungstechniker für Pferde
  • Pferdewirtschaftsmeister Zucht+Haltung
  • Trainer Leistungssport (mit Lütke-Westhues-Auszeichnung)
  • Osteopath und Physiotherapeut f. Pferde n. Welter-Böller
Dr. Kathrin Irgang
  • Veterinärmedizin
  • Ernährungsberatung Kleintiere
  • Führt eine Ernährungsberatungspraxis für Pferde, Hunde und Katzen